Drehspaltkeil

Drehspaltkeil

Die spezielle Form des Drehspaltkeils sorgt für eine noch bessere Spaltwirkung

Der Dehspaltkeil: Unverzichtbares Werkzeug für Kaminbesitzer

Wer einen Kamin besitzt oder die Sommerabende gern an einem Feuerkorb verbringt, kommt meist um das regelmäßige Holzspalten nicht herum. Umso wichtiger ist der richtige Einsatz von Werkzeugen zur Erleichterung der Arbeit. Neben der am häufigsten verwendeten Axt, werden hier gern Drehspaltkeileile eingesetzt.

Aufbau und Eigenschaften

Der Drehspaltkeil fällt im Vergleich zu anderen Keilen durch seine gedrehte Form auf. Es gibt Modelle mit Drehungen zwischen 45 und 90 Grad. Durch diese besondere Eigenschaft verstärkt er die Kraft des Schlages. Der Drehspaltkeil gelangt mit weniger Aufwand in das Holz und spaltet es wesentlich effektiver.

Mehrere Einkerbungen am Rand sorgen für sicheren Halt und verhindern ein Herausspringen.

Beim Aufschlag mit einem Hammer kann es zum Absplittern des Materials kommen, was durch einen abgerundeten Kopf am Keil verhindert wird.

Andere Modelle besitzen einen Kunststoffeinsatz, der die Vibrationen der Schläge minimiert.

Wie wird ein Drehspaltkeil richtig eingesetzt?

Ein Drehspaltkeil eignet sich aufgrund seiner gedrehten Form ausschließlich zum Spalten für Brennholz. Er sollte in der Nähe des Randes oder mittig, möglichst parallel zur Faserrichtung platziert und zunächst mit leichten Schläger mit dem Spalthammer im Holz fixiert werden. Mit einem Spalthammer treibt man anschließend den Drehspaltkeil mit gezielten Schlägen ins Holz bis es auseinander bricht.

Wichtig: Auf Stahlkeile nie mit Stahlflächen schlagen! Als zusätzlicher Schutz sollte auch unbedingt immer eine Schutzbrille getragen werden. Es wirken enorme Kräfte, die immer mal wider Metallsplitter durch die Luft fliegen lassen

 

Welcher Keil für welche Verwendung?

Grundsätzlich ist die Auswahl des Keiles abhängig von der Witterung und von der Holzart. Auch die Verwendung spielt eine Rolle: Soll gefällt oder gespalten werden?

Kunststoff

Keile aus Kunststoff gibt es entweder aus Polyamid oder Polyethylen. Besonders Letzteres überträgt eine hohe Schlagkraft und durch das geringe Gewicht sind sie einfach zu transportieren. Das Material lässt keine Korrosion zu und ist zudem sehr günstig. Viele Ausführungen sind in Signalfarben erhältlich, was für die Sichtbarkeit im Gelände sehr wichtig ist. Keile aus Kunststoff eigenen sich nur zum Fällen, da sie nicht hart genug sind, um Holz zu spalten.

Stahl

Wird beim Fällen auch eine Motorsäge verwendet, ist der Einsatz von Stahlkeilen gemäß Unfallverhütungsvorschrift Forsten, § 5 (3) verboten. Für härtere Holzarten wie Buche oder Eiche eigenen sie sich hervorragend. Sollte die Schneide stumpf werden, kann sie problemlos angeschliffen werden. Auch Stahlkeile sind günstig in der Anschaffung, jedoch für den Transport zum Beispiel am Gürtel ungeeignet, da sie zwischen zwei und drei Kilogramm wiegen. Die Lagerung sollte trocken sein, denn Stahl kann rosten.

Aluminium

Drehspaltkeile aus Aluminium gehören zur teureren Kategorie. Sie zeichnen sich durch ihr geringes Eigengewicht und ihre robusten Eigenschaften aus. Allerdings können sie sich bei häufigem Gebrauch abnutzen oder verbiegen. Sie sollten daher regelmäßig ersetzt werden. Sie sind vor Korrosion geschützt und dürfen zusammen mit Kettensägen benutzt werden. Geeignet sind sie für weichere Holzarten, wie zum Beispiel Pappel.

Welche Eigenschaften hat ein guter Spaltkeil?

Checkliste:

Prüfsiegel

Keile, die das Prüfsiegel „FPA-Anerkennung“ (Forsttechnischer Prüfungsausschuss)
bzw. „KWF-Siegel“ (Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik) besitzen, haben einen ausgiebigen
Gebrauchstest durchlaufen und sind für den Einsatz im Forst geeignet.

Drehfunktion

Durch die gedrehte Form des Keils wird eine größere Effektivität durch höhere Spaltwirkung beim
Einschlagen erreicht.

Einkerbungen

Ein guter Drehspaltkeil sollte an der Seite Einkerbungen besitzen, die einen sicheren Halt im Holz
gewährleisten und ein Herausspringen verhindern.

Kunststoffeinsatz

Durch einen Kunststoffeinsatz werden Schlagvibrationen verringert.

Weitere wichtige Punkte sind:

Abgerundeter Kopf
Ein abgerundeter Kopf des Drehspaltkeils verhindert ein Absplittern des Keil-Materials oder
Beschädigungen beim Beschlagen mit einem Spalthammer.
Große Schlagfläche
Eine große Schlagfläche bedeutet gleichzeitig auch eine höhere Spaltwirkung.
Leuchtende Farbe
Keile, die überwiegend im Wald eingesetzt werden, sollten sich von den Farben stark abheben,
am besten durch Signalfarben. So können sie nicht übersehen und vergessen werden.

Unterschied Drehspaltkeil vs. Spaltkeil

Bevor das Brennholz im Kamin eine behagliche Wärme abgibt, sollte es gut durchgetrocknet sein. Das erreicht man am besten durch gut proportionierte Scheite.

Beim Zerkleinern von Holz werden zur Arbeitserleichterung gern Keile neben der bekannten Axt verwendet. Im Vergleich zum Fällkeil erleichtert ein normaler Keil das Spalten. Zusammen mit einem Spalthammer erreicht man eine größere Effektivität und es ist weniger Kraftaufwand nötig. Die scharfe Spitze schneidet sich leicht ins Holz. Mit wenigen Schlägen zerlegt man Meterstücke Buche in transportable Scheite.

Wer bereits von Spaltkeilen überzeugt war, wird Drehspaltkeile lieben! Sie stellen eine Sonderform des Spaltkeils dar. Durch die Drehung, die zwischen 45 und 90 Grad liegt, wird eine Verbreiterung des Keilwinkels erreicht und die Spaltwirkung nochmals erhöht. Diese Variante setzt größmögliche Effizienz um.