Spaltaxt

Spaltaxt

Die Spaltaxt weist einige Besonderheiten auf, die sie von einer Universalaxt unterscheidet und sie so noch besser zum Holz spalten einsetzen lässt.

Die Spaltaxt ist eine Axt, die vor allen Dingen beim Holzhacken eingesetzt wird. Mit ihr lassen sich Holzblöcke in kleinere Holzscheite aufspalten. Das Werkzeug findet im Haus- und Gartenbereich, im Landschaftsbau und in der Forstwirtschaft Anwendung.


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Nachfolgend werden die einzelnen Bestandteile begrifflich definiert und erklärt. Außerdem soll genauer auf Besonderheiten und Vorteile gegenüber anderen Äxten eingegangen werden. Darüber hinaus wird der Unterschied zur kanadischen Ausführung beleuchtet und, durch welche Merkmale sich beide Werkzeuge voneinander abgrenzen lassen.

Aufbau und Bestandteile

Alle Äxte ähneln sich in ihrem Aufbau und haben Übereinstimmungen in der Funktion und Anwendungsweise. Trotzdem zeigt die Spaltaxt Merkmale, aufgrund derer sie sich von anderen Objekten ihrer Klasse unterscheidet.

Vor allen Dingen der Kopf weißt spezifische Eigenschaften auf, anhand derer man bei genauer Beobachtung eine akkurate Differenzierung vornehmen kann. Die Bestandteile sind typischerweise abhängig von ihrer Position. Sie lassen sich mit etwas Hintergrundwissen ganz einfach wiederfinden und dienen Handwerkern und Experten zur leichteren Kommunikation.

Kopf/Haupt

Laien bezeichnen zwar oft das gesamte Stahlstück als Kopf der Axt. Tatsächlich handelt es sich beim Kopf lediglich um den Bereich, der zwischen den Querenden des Stiels liegt. Das Haupt ist der komplette hintere Teil. Bei der Spaltaxt ist das Ende flach und nicht allzu breit ausgeprägt.

Man bezeichnet das Endstück auch als Nacken. Die Fläche erinnert an einen schmalen Hammer (schmaler als beim Spalthammer) und kann hilfsweise auch tatsächlich so eingesetzt werden. Das Haupt geht abgewinkelt, manchmal auch geschwungen in das relativ stumpfe Blatt über. Da das Blatt vor allen Dingen spalten soll, ist der Winkel der Schneide dementsprechend groß und erinnert an einen Spaltkeil.

Stiel

Der Stiel ist in den Stahl eingepasst. Dieser Prozess der Passung wird als Einstielen bezeichnet. Das Loch, das im Werkstück eingegossen ist, wird Auge genannt. Der Stiel besteht entweder aus harten, lackierten Holzsorten oder robustem Kunststoff. Die Lackierung des Holzes erfüllt zwei Funktionen.

Sie macht das Holz widerstandsfähiger und sorgt für eine glattere und griffigere Oberfläche. Meistens ist der obere Teil des Stiels geschwungen. Wegen der Form, die an einen Bauch erinnert wird er auch so genannt. Das Stielende verfügt über einen Knauf, der ein Abrutschen verhindert. Oft ist in den Stielknauf ein Loch gebohrt, um eine Aufhängung zu ermöglichen.

Wann und wofür sollte eine Spaltaxt eingesetzt werden?

Mit der Spaltaxt lassen sich bereits grob portionierte Holzstämme zu kleineren Stücken, dem Brennholz, zerhacken. Dazu wird das Holz auf einem Hackblock aufgesetzt und mit einem kraftvollem Hieb in Faserrichtung gespalten.

Der Stiel wird mit beiden Händen geführt. Das Blatt hat einen breiteren Winkel als andere Äxte. Der keilförmige Guss ist dabei tatsächlich entscheidender, als eine scharfe Schneide. Denn die Wirkung entfaltet sich beim Hieb in erster Linie durch das Eintreiben des keilförmigen Körpers in das Holz. Die Spaltkräfte treiben das Material dann auseinander. Die breit zulaufende Form stellt sicher, dass das Werkzeug nicht so leicht im Holz stecken bleibt.

Axt oder Spaltaxt

Die Spaltaxt unterscheidet sich von anderen Werkzeugen der Gattung dadurch, dass sie in Faserrichtung ihr volles Potential entfaltet. Die Schneide ist stumpfer. Wichtiger ist hier der als Keil geformte Körper. Er entwickelt durch den breiten Winkel beim Eindringen in das Material maximale Spaltwirkung.

Andere Axtsorten sind eher auf das Schneiden ausgelegt. Deshalb ist das Blatt deutlich schmaler gestaltet und der Winkel ist viel kleiner. Während es beim Hacken um das Spalten geht, kommt es beim Schneiden auf eine geschärfte Klinge an.

Ähnlich wie bei der Klinge eines Messers, mit dem man per Hieb schneidet, hackt sich das Werkzeug in das Holz. Zimmermänner und Bildhauer haben noch weitere spezialisierte Ausführungen, mit denen sich Schichten abtragen und Strukturen herausarbeiten lassen. Wenn es aber um das Herstellen von Holzscheiten geht, dann ist die Spaltaxt tatsächlich das Mittel der Wahl. Sie eignet sich, um aus einem Klotz auch wirklich Scheite zu produzieren.

Sonderformen

Kanadische Spaltaxt

Die kanadische Spaltaxt ist eine Sonderform mit zwei Schneiden. Man bezeichnet sie auch als Doppelaxt. Die Klingen liegen sich gegenüber. Sie wirkt größer, hat aber aufgrund ihres flachen Blattes ein geringes Gewicht. Die Form erinnert an Axtformen, wie sie bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Der archetypische Guss hat sich bei der nordamerikanischen Variante erstaunlicherweise erhalten, während sich anderenorts eine Weiterentwicklung vollzog. Diese Axt ist eine echte Spaltaxt Empfehlung für Profis, die ein Spezialwerkzeug mit zwei unterschiedlichen Klingeneigenschaften suchen.

Die unterschiedlichen Gewichte

Leichte Spaltaxt – bis 2 kg Kopfgewicht

Die leichte Variante ist nicht nur leichter, sondern unter 2 kg auch meist kleiner. Zum Beil grenzt sie sich dadurch ab, dass sie mit beiden Händen gehalten werden muss.

Schwere Spaltaxt – bis 2,5 kg Kopfgewicht

Die schwerere Variante hat einen wuchtigeren Korpus und rund ein Pfund mehr Gewicht. Beim langen Arbeiten macht sich das bemerkbar.

Pflege und Lagerung

Jedes Werkzeug, das aus Stahl besteht und für einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird sollte vor dem Einlagern geölt werden. Rost lässt sich so vermeiden. Der Kopf sollte bereits vor dem Ölen frei von Schmutz sein und abgetrocknet werden. Holzstiele benötigen eine trockene, aber nicht zu trockene Lagerung.

Das Holz kann sich sonst verziehen. Das Resultat wäre, dass der Stiel plötzlich viel zu locker im Auge sitzt und nicht mehr hält. Dann hilft nur noch das erneute Einstielen. Schäden am Lack können durch das Streichen mit Klarlack gut ausgebessert werden. Ein perfekter Anstrich schützt das Holz auf jeden Fall zusätzlich vor Feuchtigkeit. Kunststoffstiele sind diesbezüglich um einiges robuster. Aber auch sie können mit den Jahren porös werden.

Ist die Schneide trotz sorgsamer Behandlung einmal stumpf geworden lässt sie sich problemlos schärfen. Dazu benötigt man lediglich einen Schleifstein für den Grobschliff und einen Wetzstein für den Feinschliff.

Checkliste: Eigenschaften einer guten Spaltaxt

Fehlerfreier Kopf

Der Stahl ist frei von Rissen und Einkerbungen. Risse zeugen von einem schlechten Guss. Kerben könnten auf Transportschäden hinweisen.

Einwandfreier Stiel

Der Stiel gut griffig und weißt keine Lackschäden auf. Bei Kunststoff auf scharfe Kanten achten.

Stiel und Auge

Der Stiel sitzt fest im Auge. Ein zu lockerer Stiel ist er nicht richtig eingestielt. Unfälle sind vorprogrammiert.

Glatte Schneide

Eine gute Spaltaxt ist nicht unbedingt eine scharfe Spaltaxt. Trotzdem, sollte die Schneide möglichst fehlerfrei sein. Einkerbungen sind ein Mangel.

Welche Spaltaxt ist die richtige und wie wir sie genutzt?

Die richtige Spaltaxt liegt gut in der Hand. Sie ist weder zu schwer, noch zu leicht. Sie wird mit beiden Händen geführt. Einhändig gehaltene Werkzeuge sind Beile. Sie können nicht genug Spaltwirkung erzielen und eignet sich nicht zum Holzhacken. Ein Holzklotz sorgt dafür, dass das Holz in Arbeitshöhe liegt.

Beim Hieb sollte man unbedingt auf festem Grund stehen, da es sonst zum Ausrutschen oder Umknicken kommen kann. Das Werkzeug sollte unbedingt regelmäßig gewartet werden. Ein schlecht sitzender Griff ist ein Sicherheitsrisiko . Bleibt das Werkzeug im Material hängen, hebt man beides an und führt den Hieb erneut aus.

Spaltaxt Test

Bevor man sich eine Werkzeug zulegt, sollte man unbedingt testen. Ein Spaltaxt-Test sollte deshalb immer das Material einschließen. Materialfehler erkennt man oftmals auf den ersten Blick. Der Stahl ist aus einem Stück gegossen. Und sollte glatt und ohne Sprünge sein.

Ein Sprung im Material ist fast immer das Resultat einer schlechten Schmiedeleistung. Blatt und Schneide sollten frei von Einkerbungen sein. Geprüft werden sollte auch unbedingt, ob der Stiel richtig sitzt. Ein zu lockerer Stiel kann auf eine falsche Lagerung hinweisen. Vor allen Dingen Holzstiele verziehen sich bei schlechten klimatischen Bedingungen. Die beste Spaltaxt ist möglichst frei von Fehlern.

Zusammenfassung

  • Eignet sich besonders gut zum Hacken
  • Erzielt eine hohe Spaltwirkung
  • Stiel aus Holz oder Kunststoff
  • Nordamerikanische Variante optimal für Profis geeignet

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