Spaltkeil

Spaltkeil

Der Spaltkeil in seinen unterschiedlichen Ausführungen ist ein unerlässlicher Helfer beim Holzhacken. Wir zeigen, welcher Keil für welche Arbeit der richtige ist.

Der Spaltkeil ist ein Werkzeug zur Holzbearbeitung. Er wird in Verbindung mit einem Spalthammer dazu genutzt, Baumstämme und Holzstücke zu zerteilen und Brennholz herzustellen. Es gibt verschiedene Keile, die in der Forstwirtschaft zum Einsatz kommen und aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Holz spalten mit einem Keil ist eine schwere, körperliche Arbeit, die mit etwas Übung trotzdem effizient Brennholz liefert. Darüber hinaus gibt es Spaltkeile, die beim Sägen von Bäumen eingesetzt werden, sich aber in der Arbeits- und Bauweise unterscheiden.

 Aufbau und Eigenschaften

Gewicht und Größe

Den Holzspaltkeil gibt es in verschiedenen Materialien und Größen. Meist ist er mindestens 15 cm oder höchstens 30 cm lang. Das Gewicht hängt sehr vom Material ab und variiert deswegen stark zwischen ein paar hundert Gramm und bis zu 3 kg bei beim Stahlkeil.

Die Kante und der Keil

Der Spaltkeil kann aus einem Material gefertigt sein, die Kante zum Hämmern ist also dasselbe Stück wie der Holzspaltkeil. Oder er besitzt eine Spaltkeilverlängerung in Form eines Einsatzes. Der führt zu einer verbesserten Keilwirkung. Der Winkel des Keils beträgt meist zwischen 10 und 25 Grad. Der Spaltkeil gedreht ist eine Sonderform, die Drehspaltkeil genannt wird.

Zusätze

Manche verfügen über einen Ring, der Absplitterungen beim Eintreiben verhindert. Andere Spaltkeile besitzen Spezialrillen an der Oberseite, wodurch das Eintreiben leichter von der Hand geht. Oder Schuppen an der Unterseite, damit der Holzspaltkeil nicht so schnell herausrutscht.

Wie wird ein Spaltkeil richtig eingesetzt?

  • Der Holzspaltkeil wird längs der Faserrichtung in den Baumscheibe getrieben.
  • Für dicke Blöcke eignen sich Winkel von 25 Grad, kleine Holzblöcke werden mit spitzen Winkeln, wie 10 Grad, leichter gespalten.
  • Dabei verwendet man entweder eine Axt, Spaltaxt oder einen Spalthammer. Der Spalthammer ist für diese Arbeit konzipiert, eine Spaltaxt eher nicht. Ein Vorschlaghammer funktioniert auch.
  • Nie Metall auf Metall schlagen. Es können kleine Teilchen absplittern und zu Verletzungen führen.
  • Vorher das Holz genau anschauen. Wo sich bereits Risse befinden, lässt sich leichter Holz spalten. Hier den Spaltkeil ansetzen.
  • Zuerst den Holzspaltkeil eintreiben, indem man den Hammer mit einer Hand führt. Dann beidhändig schlagen.

Welcher Keil für welche Verwendung?

Spaltkeil Alu

Der Spaltkeil aus Aluminium wird auch als Sicherheitskeil bezeichnet. Er ist extra hart und schlagfest. Daher splittert er nicht, was ihn umso sicherer macht. Es führt zu weniger Teilchen, die herumfliegen und zu Verletzungen führen.

Ein Spaltkeil aus Aluminium ist wesentlich leichter als ein Spaltkeil aus Stahl. Er lässt sich bequem am Gürtel oder in der Hand tragen.

Bei Kettensägen bieten sie ebenfalls den Vorteil, nicht zu splittern. Eisenkeile dürfen bei Sägen von Bäumen nicht verwendet werden, der Holzspaltkeil aus Aluminium dagegen schon. Trotzdem sollte die Kettensäge den Keil aus Aluminium nicht berühren, es kommt dabei aber nicht automatisch zu schweren Schäden am Sägeblatt.

Spaltkeil

Ein typischer Spaltkeil wie er bei keinem Ofenbesitzer fehlen sollte

Spaltkeil aus Stahl

Der Holzspaltkeil aus Stahl ist der traditionelle Spaltkeil. Er wird aus massivem Stahl gefertigt. Sein Vorteil liegt im Preis, denn er ist der günstigste Spaltkeil. Daher eignet er sich besonders für die, welche ihre Keile oft im Wald verlieren.

Ein Nachteil liegt in seinem hohen Gewicht. Er wiegt meist mindestens 2 kg und ist mit maximal 3 kg der schwerste Keil.

Wegen der Gefahr von Absplitterungen sollte darauf geachtet werden, nicht mit Metall auf Metall zu schlagen.

Entweder hat der Spalthammer einen Kunststoffaufsatz oder er besteht aus Holz. Gute Spaltkeile aus Stahl verfügen direkt über einen Aufsatz aus Holz oder Kunststoff.

Drehspaltkeil

Beim Drehspaltkeil handelt es sich um eine Sonderform. Er ist besonders effizient. Er ist um 45 Grad bis 90 Grad verdreht. Dadurch verbreitert sich der Keilwinkel beim Einschlagen. Das Ergebnis ist eine höhere Spaltwirkung und ein einfacheres Spalten des Holzes. Ein Drehspaltkeil eignet sich deshalb besonders gut für sehr hartes Holz.

Mehr Informationen zum Drehspaltkeil

Checkliste. Welche Eigenschaften hat ein guter Spaltkeil?

Besonders nützliche Zusätze

Längsnuten und Einkerbungen verbessern die Führung und verringern den Widerstand, Schuppen und Quernuten verhindern ein Herausspringen des Keils. Ein Ring schützt gegen das Absplittern des Keils.

Die FPA-Anerkennung

Holzspaltkeile mit dem FPA-Siegel garantieren Qualität und Verlässlichkeit. Die FPA-Prüfungen führt das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik zur Überprüfung von Forstwerkzeugen durch.

Der Spaltkeil für effizientes Spalten

Ein Holzspaltkeil hilft, wenns um richtig dicke Brocken geht. Besonders bei Holz bit Verästellungen ist er ein unversichtbarer Begleiter.

Hersteller

Der Holzspaltkeil sollte von einem Hersteller produziert worden sein, der auch andere Produkte zur Holzbearbeitung herstellt. Billigfabrikate haben teil erhebliche Sicherheitsmängel.

Unterschied Spaltkeil vs Fällkeil

Fällkeil

Hier ist der Fällkeil in Aktion zu sehen

Fällkeile werden beim Arbeiten mit der Kettensäge benutzt. Er wird in den Fällspalt getrieben und stellt damit sicher, dass der Baum nicht auf die Säge drückt und sie einklemmt. Außerdem sorgt er dafür, dass der Baum in die richtige Richtung fällt.

Der Fällkeil wird nur zum Fällen von Bäumen verwendet und gehört nur in die Hände der Profis. Er eignet sich nicht zum Spalten von Brennholz, sondern hilft beim Sägen von Baumstämmen.