Axt – Ratgeber

Axt

Eine Axt kann für viele unterschiedliche Einsätze hergenommen werden. Wir zeigen, welche Axt für welche Arbeit die richtige ist!

Die Axt ist ein Gebrauchsgegenstand mit einer kulturell interessanten Geschichte. Sie finden sowohl im Haus- und Gartenbereich, als auch im Handwerk und der Industrie als Werkzeug Verwendung. Heute spielt der Gebrauch als Waffe zwar kaum noch eine tragende Rolle, trotzdem beschäftigt das Thema nicht nur Liebhaber, sondern auch die Wissenschaft.

Kategorial lässt sie sich nach Form Aufbau, Funktion und Material in Subklassen einordnen und von anderen ähnlichen Objekten abgrenzen. Für das Arbeiten steht außerdem hilfreiches Zubehör zur Verfügung, das ebenfalls genauer beleuchtet werden soll.

Axtarten in der Übersicht

Für Feuerholzarbeiten

Gewünschter EinsatzzweckPassende Axtart ( Link zum Ratgeber)
Frisches, verästeltes Holz spaltenUniversalaxt
Trockenes, unverästeltes Holz. Vorwiegend MeterholzSpaltaxt
Frisches und trockenes, verästeltes Holz spaltenSpalthammer
Anmachholz zerkleinernBeil

Weitere Axtarten

  • Bartaxt: Historische Nahkampfwaffe. Beliebt als Replica bei Sammlern.
  • Bundaxt: Für grobes Bearbeiten von Rohholz
  • Doppelaxt: In erster Linie eine Waffe. Auch als Wurfaxt bekannt.
  • Eisaxt: Wird von Bergsteigern beim Eisklettern verwendet.
  • Feuerwehraxt: DIN-genormte Axt, die von der Feuerwehr verwendet wird.
  • Forstaxt: Zum Fällen von Bäumen und Gartenarbeit.
  • Kampfaxt: Nahkampfwaffe, die heute vor allen Dingen in Schaukämpfen zu sehen ist.
  • Kreuzaxt: Wurde früher von Zimmermännern für spezielle Arbeiten verwendet.
  • Lochaxt: Zimmermansaxt zum Schlagen von Spundlöchern.
  • Metallaxt: Replicaaxt für Schaukämpfe.
  • Outdoor Axt: Finden vor allen Dingen im Survival- und Campingbereich eine Anwendung.
  • Queraxt: Wird von Zimmermännern, Tischlern und Bildhauern verwendet, um Holz zu behauen.
  • Räumaxt: Wird von Förstern zur Astreinigung und Verjüngung des Bestandes genutzt.
  • Steinaxt: Eine Axt aus Stein, die in der Steinzeit verwendet wurde.
  • Steinmaxt: Wird beim Bau von Blockhäusern verwendet.
  • Stichaxt: Wird benutzt um Holz zu glätten und Holzteile anzupassen.
  • Stoßaxt: Zum Bearbeiten und Glätten von Holz.
  • Universalaxt: Hat ein breites Anwendungsgebiet und eignet sich für viele Arbeiten.
  • Waldaxt: Zum Fällen und Entrinden von Bäumen und Abschlagen dicker Äste.
  • Zimmermannsaxt: Handwerkzeug zum Bearbeiten von Stämmen, Holz und Balken.

Allgemeiner Aufbau einer Axt

Die Axt besteht aus unterschiedlichen Bestandteilen, die je nach ihrer Ausprägung verschiedene Aufgaben erfüllen können. Die Zuordnung der Begriffe erfolgt vorrangig nach Lage und Form. Unterschiedliche Formausprägungen führen zu diversen Einsatzmöglichkeiten und Unterklassifizierung des jeweiligen Typus.

In erster Linie soll hier aber erst einmal eine grobe Typologisierung des Aufbaus und der Bestandteile im Mittelpunkt stehen. Die folgende Beschreibung dient als erste grobe Orientierung und erklärt an Beispielen den spezifischeren Zweck und die Besonderheiten der jeweiligen Elemente.

Kopf/Haupt

Der obere Teil der Axt besteht üblicherweise aus einem aus Stahl gefertigten Werkstück. Das hintere Ende beginnend ab dem vorderen Teil des Stieles wird als Haupt bezeichnet. Begrifflich unterscheidet sich der Kopf vom Haupt dadurch, dass er lediglich von der rechten zur linken Seite des Stiels gemessen wird. Meistens überschreitet der Stiel den Kopf nur um wenige Millimeter. Oft ist das Haupt aber so gearbeitet, dass der Stiel nicht über den Kopf hinaus ragt.

Schulter

Bei der Schulter der Axt handelt es sich um das hintere untere Endstück des Hauptes. Sie steht in einem rechten Winkel zum langen Teil des Schaftes. Je nach Typ kann die Schulter länger oder kürzer ausgeprägt sein. Bei Modellen, die häufig zum Aufhebeln verwendet werden müssen ist die Schulter deshalb deutlich länger ausgeprägt. Das Werkzeug der Feuerwehr besitzt deshalb ein recht auffällig ausgeprägtes Haupt, das an einen Pickel erinnert. Die Schulter wird dann auch als Dexel bezeichnet.

Nacken/Schlagplatte

Der Nacken oder die Schlagplatte ist das hintere lange Endstück der Axt. Er steht in etwa in einem 90 Grad Winkel zur Schulter. Der Nacken verläuft parallel zum Stiel. Durch Variation in Ausprägung von Breite, Länge und Schliff kann der Nacken unterschiedliche Funktionen haben.

Am bekanntesten sind dabei wohl kurze und flache Nacken. Sie findet bei Modellen für die Holsbarbeitung verwendung und dient dem draufschlagen mit einem anderen Hammer. Bei der Feuerwehraxt entspricht die Form hingegen einem länglichen Hebel. Als Waffe konzipiert ist der Nacken meist auch wie die Scheide geschliffen. Dadurch ergibt sich eine doppelte Schlag- und Angriffsmöglichkeit.

Auge

Auge Axt

Hier sieht man wie gefährlich es sein kann, wenn der Stiel nicht ordentlich im auge der Axt verkeil wurde. Der Axtkopf ist kurz davor abzuspringen.

Als Auge bezeichnet man die Öffnung durch die der Stiel durch das Stahl verläuft. Ein Synonymer Begriff ist auch Öhr. Das Auge bildet gemeinsam mit Nacken und Schulter das Haupt der Axt. Beim Auge handelt es sich also um ein Schaftloch, das so geschmiedet ist, dass es dem Stiel einen festen Halt gibt. Das ovale Design ergibt sich aus der oberen Form des Stiels. Beim Einpassen des Stiels in das Auge spricht man auch vom Einstielen.

Wange/Blatt

Die Wange oder auch das Blatt befindet sich auf der vorderen rechten und linken Seite der Axt. Sie verläuft vom Kopf bis zur Schneide. Der Winkel der Wangen zueinander beträgt etwa zwischen 20 und 30 Grad. Zur Scheide verlaufend werden die Blätter breiter. Die Wangen können in ihrer Form nach innen gewölbt oder gerade verlaufen. Der konkave Verlauf des Blattes schließt an den Kopf an. Er muss aber nicht zwingend symmetrisch sein. Obere und untere Hälfte können sich unterscheiden.

Bart

Der Bart der Axt ist das vordere untere Ende des Stahlstückes. Von der Lage her lässt sich der Bart so verorten, dass man sich vom unteren Teil der Wange, die an den Kopf schließt bis zur Schneide eine gerade Linie denkt. Der gesamte untere Bereich bildet dann den Bart. Der Bart besteht also aus den niederen Bereichen der Schneide und der Wange. Insbesondere bei der Bartaxt ist dieser Teil äußerst ausgeprägt zu einer Art Hake geformt.

Schneide

Die Schneide der Axt ist das eigentliche Herzstück. Die Schneide befindet sich am vorderen Stahlstück. Sie verläuft parallel zu Kopf, Nacken und Stiel. Die Form der Schneide kann entweder gerade oder gewölbt sein. Der Schliff erfolgt in einem Winkel von 35 bis 40 Grad. Durch den steileren Winkel ist die Schneide gut vom Ende der Wange optisch abgrenzbar. Die Ausprägung der Schneide ist vom jeweiligen Typus der Axt abhängig. Sie ist beidseitig geschliffen, was zu einer höheren Spaltwirkung führt.

Bauch

Als Bauch wird der obere vordere Teil des Stiels bezeichnet. Oft ist er leicht nach vorne gewölbt. Diese Wölbung kann durchaus an einen Bauch erinnern. Das gibt dem Bauch auch seinen Namen. Der Bauch kann je nach Modell und Typus sehr unterschiedlich ausgeprägt ausfallen. Manchmal ist er auch Flach und verläuft in einer geraden Linie mit dem Stielknauf. Bei anderen Modellen ist er hingegen ergonomisch geschwungen und grenzt sich dadurch viel klarer vom Stielknauf ab. Desto dicker der Bauch, desto besser eignet sich das Modell zum spalten von Holz.

Schaft

Axtschaft mit Keil

Der eingetriebene Keil hält Axtschaft und -kopf fest zusammen

Als Schaft bezeichnet man den Stiel der Axt. Er kann aus Holz oder Kunststoff gefertigt sein. Ein Schaft aus Holz ist dabei die klassische Variante. Der Schaft besteht aus dem oberen Teil, dem Bauch, und dem unterem Teil, dem Stielknauf. Das Einstielen des Schaftes durch das Auge des Kopfes erfolgt indem der Schaft durch das Öhr getrieben wird.

Der Schaft sollte also so gewählt werden, dass er auch die passende Größe hat. Damit wird gewährleistet, dass der Schaft auch wirklich fest mit dem Stahlstück verbunden ist. Für die Fixierung wird in den oberen Teil ein Keil eingetrieben. Dieser drückt das Holz so auseinander, dass der Kopf fest mit dem Schaft verbunden ist.

Stielknauf

Der Stielknauf ist das untere Ende des Schaftes einer Axt. Der Stielknauf ist in der Regel so geformt, dass er ein sicheres Arbeiten gewährleistet. Am unteren Ende ist die Axt deshalb etwas verdickt. Bei Kampfwaffen kann der Stielknauf auch zum Schlagen und Abwehren von Gegnern genutzt werden. Manchmal ist der Stielknauf farblich abgesetzt vom Rest des Schaftes. Dabei handelt es sich meistens aber nur um ein reines Designelement, um Optisch die Haltung der Axt anzuleiten. Durch eine eventuelle Bohrung kann eine Kordel geführt werden, um das Werkzeug aufzuhängen.

Geschichte der Axt

Anfänge/Vorgänger

Alte Axt aus der Steinzeit

Schon in der Steinzeit nutzen die Menschen ein ganz ähnliches Design, wie es noch heute bei Äxten vorherrscht.

Anders als im Handwerk unterscheidet die Archeologie Axt und Beil nicht nach Größe. In der Steinzeit besteht das Beil noch aus einem Stiel an dessen oberen Ende die Klinge mit einer Schnur oder einem Seil in einem Loch des Stieles befestigt wird.

Als der Mensch später die Schmiedekunst entdeckte wurden Äxte erst aus Kupfer und Bronze, dann aus Eisen geschmiedet. Neben einem Werkzeug entwickelte sich die Axt dabei auch zur Waffe.

Äxte in den unterschiedlichen Epochen und Kulturen

Die Streitaxtkultur war ca. 3200 bis 1800 v. Chr. im Norden Europas vorherrschend. Die Äxte waren aus Feuerstein hergestellt. Erst in der Bronzezeit (2000 bis 500 v. Chr) wurden die Steinäxte immer mehr von solchen aus Kupfer und Bronze abgelöst.

Anfänglich fertigte man bei der Herstellung einfach Abdrücke von Steinäxten an und goss diese dann in Form. Erst in der Eisenzeit (ca. 500 v. Chr) veränderte sich die Art der Verarbeitung. Größere Axtköpfe und breitere Schneiden weisen auf die Anfänge der Schmiedekunst hin.

Die Axt als Werkzeug

Mit Beginn der neolithischen Revolution in der Steinzeit wurde der Mensch sesshaft. Zum Bauen von Häusern wurden nicht mehr nur Äste und kleine Stämme benötigt, sondern richtige Baumstämme. Das erforderte Spezialwerkzeug. Und dies war die Geburtsstunde der Axt.

Auch, wenn die Axt sich heute stark in Material und Größe von dem prototypischen Werkzeugen der Steinzeitmenschen unterscheidet, hat sich an der ursprünglichen Funktion über die Zeit hinweg nicht viel verändert. Die Axt wird auch heute noch zum Fällen und Entasten eingesetzt.

Im Laufe der Zeit haben sich lediglich die Axttypen an spezialisiertere Aufgaben der Holzverarbeitung angepasst. Allerdings war hier die Verwendung anderer Materialien als Stein ausschlaggebend. Erst härtere Materialien erlaubten es feinere Holzarbeiten auszuführen.

Die Axt als Waffe

Schon früh erkannten die Menschen aber auch den defensiven und aggressiven Wert der Axt. Sie eignete sich nicht nur, um Holz zu bearbeiten, sondern genauso um Fressfeinde und Feinde anderer Gruppen abzuwehren und anzugreifen. Bei der Jagd und Im Kampf ist die Axt nicht nur eine Nahkampfwaffe, sondern kann auch als Wurfwaffe genutzt werden.

Äxte waren von der Wikingerzeit bis ins Mittelalter überaus beliebte Jagd- und Kampfwaffen. War die Axt zuerst vornehmlich ein zweckentfremdeter Alltagsgegenstand, entwickelten sich insbesondere im Mittelalter Formen von Kriegsäxten, die intentional für den Kampf hergestellt worden waren. Ein Beispiel einer solchen Waffe ist die Bergbarte.

Mögliche Materialien

Kopf

Der Kopf der Axt befindet sich oben am Stahlstück. Der Kopf reicht von der rechten zur linken Seite des Stiels. In den Kopf ist eine Öffnung eingearbeitet, die als Auge oder Öhr bezeichnet wird. Durch das Auge wird der Stiel in den Kopf der Axt eingestielt. Dafür wird zuerst ein passender Schaft ausgesucht, der dann mit Kraft so in den Kopf getrieben wird, dass er möglichst fest sitzt.

Der Schaft kann zusätzlich durch kleine Holzkeile bei zu lockerer Passung festgekeilt werden. Der Schaft ragt üblicherweise über den Kopf nur wenige Millimeter hinaus. Nach der Einstielung des Schaftes kann dieser aber auch auf die perfekte Höhe des Kopfes gekürzt werden.

Schaft und Kopf bilden dann eine glatte Linie. Der Kopf kann eine leicht gewölbte Form aufweisen, die ihn von den Wangen abhebt. Er kann aber auch auf einer Linie mit den Wangen liegen. Man unterscheidet Wange und Kopf dann indem man sich eine Senkrechte vom Stiel ausgehend denkt. Auf dieser Senkrechten befindet sich dann die Grenze zwischen Kopf und Wange.

Stiel

Der Stiel einer Axt wird auch als Schaft bezeichnet. Der Stiel ist meistens aus Holz oder Fiberglas gefertigt. Den oberen Teil des Stieles bezeichnet man als Bauch. Der untere Teil heißt Stielknauf. Wenn Stielknauf und Bauch besonders ausgeprägt gearbeitet sind, dann nennt man einen solchen Stiel auch Kuhfuss.

Bei Holzstielen werden stabile Holzarten wie beispielsweise Esche verwendet. Das Holz ist lackiert, um ein besseres Griffgefühl zu erreichen. Kunststoffstiele sind hingegen aus Fiberglas hergestellt. Der untere Teil des Stiels ist im Griffbereich häufig gummiert, um ein sicheres Arbeiten zu gewährleisten.

Axtstiele Unterschied

Links der klassische Holzstiel und rechts eine Axt mit Fiberglasstiel

 

Durch die Gummierung des Stiels kann die Axt nicht so schnell aus der Hand rutschen. Das Verbinden des Stiels mit dem Stahlstück wird als Einstielen bezeichnet. Damit auch hier die Sicherheit gewährleistet ist muss der Stiel jederzeit sicher sitzen. Bei einer Axt mit einem Stiel auf Holz kann der Schaft auch neu eingestielt werden. Dazu wird der alte Stiel mit einem Hammer und Pickel ausgetrieben. Eventuelle Holzreste kann man auch mit einem Bohrer herausbohren.

Halfter

Ein Halfter für die Axt erfüllt gleich drei unterschiedliche Zwecke. Zum einen soll das Halfter die Klinge vor Abstumpfen schützen. Zum anderen dient es dazu die Axt an der Kleidung zu befestigen. Außerdem soll das Halfter vor Verletzung an der Schneide schützen.

Handwerker haben durch ein Halfter ihre Axt immer griffbereit. Die Axt kann mit Hilfe des Halfters beispielsweise an einem Gürtel an der Gürtelschlaufe befestigt werden. Sie befindet sich dann in komfortabler Griffhöhe. Halfter sind aus Leder, Kunststoff oder Nylonstoff genähte Taschen oder Schlaufen.

Hat das Halfter einen Schneidenschutz, damit wir die Axt so in das Halfter eingelegt, dass die Schneide in einer Art Schutztasche liegt. Das soll vor allen Dingen präventiv Unfälle vermeiden helfen. Ab davon gibt es aber auch simple Schlaufen, in die das Werkzeug einfach eingehängt werden kann. Teilweise werden Halfter bei einer neuen Axt auch mit einem simplen Kunststoffhalfter geliefert. Bei Kampfäxten ist oft ein Halfter aus Nylonstoff bereits dabei.

Unterschied von Axt – Beil

Im Gegensatz zur Axt ist das Beil viel kleiner und auch leichter. Während die Axt mit beiden Händen geführt werden muss, lässt sich das Beil problemlos mit nur einer Hand benutzen. Sein Stiel ist gerade einmal halb so lang. Tatsächlich definiert das Handwerk das Beil als kurzstielige Axt, die einhändig geführt wird.

Im Feuerholzbereich wird das Beil häufig eingesetzt um das Anmachholz in passende Stücke zu hacken.

Ein gutes Beil gehört zur Gundausstattung bei Kaminofenbesitzern. Das Anmachholz wird damit in passende Stücke gehackt.

Auch Beile haben als Werkzeug ein reichhaltiges Anwendungsgebiet. In der Bildhauerei und Tischlerei dienen sie zum Bearbeiten von Holz. Campingbeile haben im Blatt manchmal Aussparungen zum Öffnen von Flaschen, was sie zu kleinen Multifunktionswerkzeugen macht. Und das Hackbeil ist aus der Fleischproduktion nicht wegzudenken. Das größte Beil ist mit bis zu 70 cm übrigens das Breitbeil.

Unterschied Axt – Spaltaxt

Die Axt hat an sich viele Einsatzmöglichkeiten und es gibt viele unterschiedliche Typen. Trotzdem fällt den meisten Menschen auf Anhieb das Hacken von Holz ein, wenn sie an eine Axt denken. Dabei ist die Spaltaxt lediglich ein Untertyp aus der Familie der Äxte.

Von allen anderen Mitgliedern unterscheidet sich die Spaltaxt durch eine schwerere Klinge. Für eine optimale Spaltwirkung sorgt ein relativ stumpfer Winkel der Schneide. Da die Spaltaxt so ins Holz getrieben wird, dass sie parallel zu den Fasern des Holzes einschneidet ist eine scharfe Schneide nicht das wichtigste Kriterium. Die Spaltaxt spaltet also eher, als dass sie schneidet.

Pflege und Lagerung

Wie jedes andere Werkzeug sollte auch die Axt gepflegt und gewartet werden. Um Rost zu vermeiden lohnt es sich den Stahl zu ölen. Vor allen Dingen, wenn man das Werkzeug für längere Zeit nicht benutzen wird macht das Sinn. Die Axt sollte dann an einem gut klimatisierten Ort aufbewahrt werden, da sich das Holz bei zu hoher oder zu niedriger Feuchtigkeit verziehen kann.

Bevor der Schneidschutz nach dem Gebrauch angelegt wird sollte das Werkzeug möglichst trocken und sauber sein. Der Schneidschutz schützt die Klinge, damit sie möglichst lange scharf bleibt und schützt außerdem vor Verletzungen bei der Beförderung. Sollte die Axt trotzdem einmal stumpf werden und nicht mehr richtig schneiden sollte man sie schärfen. Bei tiefen Kerben empfiehlt es sich diese zuerst zu schmirgeln.

Das geht am besten mit einer Feile. Kleinere Schäden lassen sich mit einem Schleifstein gut ausbessern. Dann erfolgt der Feinschliff, um die ursprüngliche Schärfe wieder herzustellen. Die Axt wird zunächst mit einem groben und dann mit einem feinen Wetzstein geschliffen. Den Wetzstein befeuchtet man dabei am besten mit Öl. Zum Schluss wird die Schneide an einem Lederriemen gewetzt, was ihr eine besondere Schärfe verleiht.

Der Holzstiel sollte gelegentlich nach lackiert werden, um das Holz vor Umwelteinflüssen und Feuchtigkeit zu schützen. Viele Äxte haben ein Loch am Stiel, das durch den Stielknauf gebohrt ist. Wer seine Werkzeuge gerne aufhängt kann durch das Loch eine Kordel ziehen. Genauso gut eignet sich aber auch die Aufbewahrung in einem Werkzeugschrank oder einer großen Werkzeugkiste. Handwerker schwören dabei auf einen Lederschutz, um ihr Werkzeug zu lagern.

Checkliste: Eigenschaften einer guten Axt

Schaft und Kopf testen

Bei einer guten Axt wackelt der Stiel nicht im Auge, sondern sitzt fest. Ein lockerer Schaft kann ein Hinweis auf falsche Lagerung sein.

Die Schneide prüfen

Die Schneide sollte einen steileren Winkel als die Wangen haben. Außerdem sollte die Schneide glatt und optisch frei von Fehlern sein.

Das Material im Griffbereich

Unbedingt sollte man den Griffbereich genauer unter die Lupe nehmen. Ein defekter Griff kann unangenehm werden. Das gilt für Holz und Kunststoff.

Richtige Axt wählen

Ein Werkzeug ist immer nur so gut wie seine Passung in die Situation, für die es konzipiert wurde. Deshalb auf den Typ achten.

Mögliches Zubehör

  • Fällheber: Langes Stielwerkzeug zum Wenden von Baumstämmen, das wie ein Hebel benutzt wird.
  • Handpackzange: Greifzange zum Transport von Baumstämmen.
  • Sappie: Spezialwerkzeug zum Wenden und Rücken von Stämmen und großen Holzstücken.
  • Spaltkeil: Zum Zerteilen von Baumstämmen und großen Holzstücke.
  • Drehspaltkeil: Eine besondere und verbesserte Version des klassischen Spaltkeils
  • Fällkeil: Verhindert das Einklemmen des Sägeblattes und lässt den Baum in die richtige Richtung stürzen
  • Ziehhaken: Befestigt einen Griff an den gefällten Baum.
  • Axtschärfer: Die einfache Variante um die Axt schnell wieder scharf zu beommen.